Hinweis: Für Projekte der ESF-Förderperiode 2014 – 2020 steht Ihnen die zgs consult GmbH als Ansprechpartnerin zur Verfügung, für Projekte der ESF-Förderperiode 2021 – 2027 wenden Sie sich bitte an die IBB.

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Projekte

Projekte der aktuellen Förderperiode 2014-2020

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Lichtenberger Xylothek


Bezirk(e):
Lichtenberg
Träger:
AGRARBÖRSE Deutschland Ost e. V.
kontakt@agrar-boerse-ev.de
Projektadresse
Herzbergstraße 82-84
10365 Berlin
Kontakt / Ansprechpartner*in
Herr Stoltmann
Laufzeit: 01.08.2017 - 31.07.2020
Förderprogramm: PEB
Gesamtkosten: 493.126,99 €

Wichtigste Kooperationspartner
Die Trägerarbeit des Vereins basiert auf einem hohen Grad der Vernetzung und der aktiven Mitwirkung in unterschiedlichen Verbänden, Interessenvertretungen und öffentlichen Gremien. Das Bezirkamt Lichtenberg unterstützt dieses Projekt hinsichtlich der Förderung der sozialen Integration. Weiterhin werden Akteure im Kiez sowie mitwirkende Bürger im Ehrenamt das Projekt bei notwendigen Datenerhebungen, Materialsammloung, -sichtung und -aufbereitung sowie bei derr Realisierung unterstützen. Weitere Kooperations- und Netzwerkpartner werden dem Projekt beratend zur Seite stehen.
Kurzbeschreibung
Das Ziel besteht in dem Aufbau und der Pflege einer Holzbibliothek (Xylothek) als Ausstellungs- und Lehrobjekt, welches die Gehölze (Schwerpunkt Bäume) in Lichtenberg (ggf. später in ganz Berlin) greif- und anfassbar gestaltet. Dabei wird aus dem Holz jeder einzelnen Baumart ein Buch entstehen, mit kennzeichnenden Pflanzenteilen, die zugehörigen Blätter, Früchten, Blüten aufnimmt. Diese Sammlung wird aus dem jeweiligen Holz gestaltet, indem das Gehölz in seiner Gesamtheit dokumentiert wird und wo zugleich Informationsblätter Auskunft über den jeweiligen Baum geben. Am Buchrücken wird der Name vermerkt, womit ein entsprechendes Erscheinungs- und Erkennungsbildgesichert wird.
Die Informationsblätter haben einen konkreten Baumbezug, verweisen zugleich auf ökologische Zusammenhänge (z. B. Klimaschutz, CO2-Produktion) und unterstützen so nachhaltig die Bildungsarbeit. Auf Grund des umfangreiches Baumbestandes im Landschaftspark Herzberge und seiner zentralen Lage wird an diesem Standort eine stationäre Sammlung aufgebaut. Sehr anschaulich können somit vor Ort die Vielfalt des Landschaftsraumes verdeutlicht und zugleich Aufgaben des Natur-, Landschafts- und des Artenschutzes (Amphibien)sowie einer
extensiven Landschaftspflege durch geeignete Tierrassen an einem zentralen Ort von Berlin und des Bezirkes aufgezeigt werden. Zusätzlich wird durch den Aufbau von mobilen Xylotheken die Informations- und Bildungsarbeit an den Schulen, Kinder- und Sozialeinrichtungen nachhaltig unterstützt. Die mobilen Xylotheken können in der Gartenarbeitsschule Karlshorst stationiert und von dort z. B. an Schulen und Kitas ausgeliehen werden. Durch diese Form vom "Wanderausstellungen" können unterschiedliche Zielgruppen und auch ein breites Publium angesprochen werden. Die Auswahl der aufzunehmenden Holzarten erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Umweltpädagogin, Mitarbeitern aus der Landschaftspflege und unter Nutzung bestehender sowie neu aufzubauender Arbeitskontakte.
Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an Bürger*innen, die Transferleistungen beziehen, von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind oder unter Vermittlungshemmnissen leiden. Teilnehmer*innen mit sozialen und fachlichen Defiziten erhalten durch die Projektteilnahme eine Möglichkeit der Verständnisentwicklung, der fachlichen Befähigung, Möglichkeiten der sozialen Kommunikation sowie Stärkung von Selbstvertrauen. Bestehende Probleme von Isolationen können überwunden und Vorurteile abgebaut werden.
Auswertung und Ergebnisse
Die Beschäftigung in und mit der Natur gibt den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, die Natur auf ihr Wohlbefinden einwirken zu lassen, Ausgeglichenheit und Ruhe zu finden und daraus Kraft und Zuversicht zu schöpfen. Die öffentliche Wahrnehmung der Xylothek und ihre Verknüpfung mit der natürlichen Umwelt stärken die eigenständige Wahrnehmung des natürlichen Umweldes, ermöglichen ein breiteres Umweltbewußtsein und stärken die Motivation zum Umweltschutz und der Auseinandersetzung mit Negativtendenzen in der Gesellschaft, Umwelteinflüssen im unmittelbaren Wohnumfeld, womit Selbstbewußsein, Verantwortungsgefühl und eigene Kreativität gefördert werden, was sich gleichzeitig positiv auf Beschäftigung sowie individuelle Möglichkeiten der beruflichen Integration oder Neuorientierung auswirkt.